Religion lehren & lernen

Dr. Wolfgang Michalke-Leicht | Religionspädagoge

Didaktischer Perspektivenwechsel

 

 

 

 


„Schülerinnen und Schüler lernen zu wenig &

Lehrerinnen und Lehrer arbeiten zu viel.“
Heinz Klippert

 

Schon ein kurzer Blick in den schulischen Alltag zeigt: Lehren und Lernen, Instruktion und Konstruktion befinden sich im alltäglichen Unterricht oft nicht in einem angemessenen Verhältnis. Meist bestimmt die Instruktion das Geschehen deutlich. Lehrerinnen und Lehrer arbeiten zu viel und Schülerinnen und Schüler lernen zu wenig.

 

Der Religionsunterricht wird auf Dauer nur dann nachhaltig sein, wenn alle Beteiligten den didaktischen Perspektivenwechsel vollziehen: Nicht mehr das Lehren der Lehrerinnen und Lehrer steht im Fokus der Aufmerksamkeit, sondern das Lernen der Schülerinnen und Schüler. Das religionspädagogische Rad muss dabei nicht neu erfunden werden. Es kommt allerdings darauf an, die Tatsache ernst zu nehmen, dass es die Schülerinnen und Schüler sind, die lernen – oder eben nicht.

 

Große Aufmerksamkeit erfährt derzeit das Buch von John Hattie: Visible Learning for Teachers. Maximizing Impact on Learning. Routledge: New York 2012. In ihrer Besprechung in Pädagogik 11/2012, Seite 52 schreibt Stefanie Nickel:

"Bezugnehmend auf die Ergebnisse seiner Metastudie stellt der Autor die Unterrichtsentwicklung in den Fokus seines Buches. Dabei berücksichtigt er methodisch und inhaltlich sowohl die Perspektive der Schülerinnen und Schüler als auch die der Lehrkräfte. Beide sieht Hattie als Lernende und Lehrende an (>>I see learning through the eyes of my students<<, >>I help students to become their own teachers<<). Diese aufeinander bezogene Interaktion bildet die Basis für >>Visible teaching and learning<<.

 

Sehr eindrücklich ist auch die Internetpräsenz von John Hattie >>>