Religion lehren & lernen

Dr. Wolfgang Michalke-Leicht | Religionspädagoge

Vernünftig glauben (Überarbeitung) in Aussicht

Oktober 2018

 

Vor sieben Jahren war als erstes Unterrichtswerk seiner Art für den katholischen Religionsunterricht in Deutschland "Vernünftig glauben" erschienen. Ein Kommentarband, ein Ergänzungsband sowie ein Foliensatz schlossen sich an.

Der großartige Zuspruch und in dessen Folge die weite Verbreitung haben uns bestätigt: dieses kompetenzorientierte Unterrichtswerk überzeugt.

Zahlreiche Erfahrungen aus der Unterrichtspraxis wie auch die Einsichten der religionsdidaktischen Forschung haben inzwischen gezeigt, dass nach sieben Jahr nun doch eine Revision angesagt ist.

Daher haben der Verlag und die Autor/innen eine grundständige Überarbeitung und Weiterentwicklung des Werkes auf den Weg gebracht. Dabei einerseit die Grundlinien der einzelnen Kapitel, deren Module und die Textauswahl überprüft und angepasst. Andererseits wurde insbesondere das Anliegen einer ambitionierten Aufgabenkultur berücksichtigt. Auch der Methodenkanon wurde angepasst.

Das Manuskrpit ist erstellt und durchläuft derzeit das Genehmigungsverfahren. Wir hoffen sehr, dass dieses Verfahren zügig abgeschlossen sein wird und gehen davon aus, dass Vernünftig glauben (neu) zum Schuljahr 2019/2020 vorliegen wird.

 

 

Mittendrin 7/8 (Überarbeitung) in Aussicht

Juni 2018

 

Nachdem Band 5/6 seit Beginn des aktuellen Schuljahres 2017/2018 vorliegt, ist der Folgeband Mittendrin 7/8 auf den Weg gebracht.

Der Verlag stellt eine digitale Kostprobe bereit, die hier abgerufen werden kann.

Eine Printversion geht in den kommenden Tagen direkt an alle Schule. Noch ist das wie immer sehr lange währende Zulassungsverfahren nicht abgeschlossen.

Aller Voraussicht nach wird der Band im im Frühjahr 2019 erscheinen können.

 

 

RelliS 4/2017 - Thema Sakramente

März 2018

 

"Sakramente - immer gratis, nie umsonst."

Mit diesem Titel von Ottmar Fuchs eröffnen die Heraugeberinnen Jutta Paeßens und Gabriele Otten den aktuellen Band, der zugleich der letzte der Reihe RelliS ist - leider.

Sieben Jahre lang hat die Zeitschrift RelliS Religionslehrerinnen und Religionslehrern theoriegeleitet und praxisorientiert Hilfestellungen und Impulse für den alltäglichen Unterricht gegeben.

Die Resonanz war stets sehr positiv. Auch dieses Heft zeigt mit seinen vier Grundsatzartikeln und den fünf Praxisbeiträgen, wie tauglich das Konzept von RelliS ist.

Leider kann der Verlag die Zeitschrift aus betriebswirtschaftlichen Gründen nicht weiterführen. Die Herausgeberinnen und Herausgeber sowie zahlreiche Leserinnen und Leser bedauern das sehr.

Die bis heute erschienenen 26 Bände sind nach wie vor lieferbar und über den Vetrieb der Westermanngruppe erhältlich.

Eine Liste der Themen findet sich u.a. auch hier.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kompetenzorientiert unterrichten - 3. Auflage

November 2017

 

Seit sechs Jahren ist das Praxisbuch "Kompetenzorientiert unterrichten" auf dem Markt. In diesen Tagen wird die dritte Auflage vorbereitet. Nach wie vor erweist sich dieses Arbeitsbuch als geeigneter Begleiter bei der kompetenzorientierten Ausrichtung des Religionsunterrichts in der alltäglichen Praxis.

 

Auch wenn sich im Laufe der Jahre manche Akzentverschiebungen ergeben haben, so ist ein solcher Leitfaden, der das Grundanliegen dieses Konzeptes darstellt und vor allem praxisnah entfaltet für viele Kolleginnen und Kollegen überaus hilfreich.

 

Die wesentlichen Aspekte der Weiterentwicklung des Konzeptes habe ich an manchen Stellen publiziert, so zuletzt 2015 zusammen mit Prof. Dr. Clauß Peter Sajak, Münster in den Religionspädagogischen Beiträgen der AKRK (RpB 73-2015, 17-26).

Eine Darstellung aus dem Jahr 2013 findet sich auch an dieser Stelle als PDF zum Download.

 

 

 

 

 

RelliS 3/2017 - Thema Musik

Oktober 2017

 

Von Martin Luther ist der Vers überliefert: "Wer sich die Musik erkiest, hat ein himmlisch Werk gewonnen; denn ihr erster Ursprung ist von dem Himmel selbst genommen, weil die lieben Engelein selber Musikanten sein."

In der Tat eignet der Musik eine himmlische Dimension. Nicht nur, dass sie Menschen und Völker unterschiedlichster Herkunft und Situation verbindet. Musik ist zugleich der Königsweg der religiösen Kommunikation. Keine Religion kommt ohne Musik aus. Und viele, sehr viele musikalische Werke haben religiösen Charakter bzw. thematisieren explizit oder implizit die Beziehungen der Menschen zur göttlichen Wirklichkeit. Es ist also mehr als naheliegend, dass RelliS sich der Musik annimmt und ihr bzw. ihrem Platz im Kontext des Religionsunterrichts ein eigenes Heft widmet (Bestellung beim Schöningh Verlag).

Der Einsatz oder die Thematisierung von Musik im konkreten Unterricht hat in aller Regel primär methodischen Charakter. Deswegen haben wir bei der Zusammenstellung der unterrichtspraktischen Beiträge unseres Themenheftes das vertraute Konzept von RelliS ausnahmsweise verändert. Die den einzelnen Jahrgangsstufen zugeordneten Lernsequenzen folgen nicht einem thematischen roten Faden. Vielmehr haben wir danach geschaut, welche thematischen Vorgaben der Bildungspläne für musikalische Zugänge geeignet sind.

Zugleich haben wir die Autorinnen und Autoren unseres Heftes gebeten, bei der Konzeption der Lernsequenzen darauf zu achten, dass auch musikalisch Nichtversierte mit dem Angebot etwas anfangen können; wenngleich eine gewisse musikalische Affinität durchaus hilfreich ist.

Die Autor/inn/en und Herausgeber hoffen, dass dieses Themenheft mit seinen unterschiedlichen Beiträgen auch die nicht (so sehr) musikalischen Kolleg/inn/en anspricht und in ihnen jene Wirklichkeit zum Klingen kommen lässt, die in den Worten Martin Luthers vom Himmel selbst kommt.

 

 

 

MITTENDRIN - überarbeitete Neuauflage

September 2017

 

Mit ein klein wenig Verspätung erscheint Mitte September endlich die überarbeitete Neuauflage von MITTENDRIN (5/6).

Auf der Grundlage des neuen Bildungsplans von 2016 in Baden-Württemberg wurde das an vielen Schulen eingeführte Unterrichtswerk den geänderten Anforderungen angepasst und aufgefrischt.

Ein Blick ins Buch lohnt sich. Hier geht's zum Verlag.

 

 

 

 

 

Irrtum

Dezember 2016

 

"Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki sieht die Kirche mit Blick auf die Glaubensweitergabe „in vielfacher Weise gescheitert“. Ihr sei es nicht gelungen, trotz Religionsunterrichts junge Menschen so zu binden, dass sie die Kirche für sich als eine glaubwürdige Alternative sehen, sagte der Erzbischof am Mittwoch dem Sender WDR 5." (So eine Nachricht von Radio Vatican.)

 

Zwar nennt der Kardinal auch andere Ursachen. "Woelki nannte unterschiedliche Gründe, warum Menschen in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten den Bezug zur Kirche verloren haben. Mitunter sei die Kirche nicht glaubwürdig gewesen, habe die Erwartungen von Menschen enttäuscht oder „vielleicht auch unbarmherzig reagiert“. So habe die Kirche mit Blick auf die Armutsproblematik bei Menschen an Relevanz verloren, sagte Woelki. Oder aber wiederverheiratete Geschiedene hätten sich zurückgewiesen gefühlt. Vertreter der Kirche seien auch arrogant aufgetreten, weshalb sich mancher nicht aufgenommen gefühlt habe und aus Verärgerung ausgetreten sei. Einer ganzen Reihe von Menschen sage der Glaube auch nichts mehr."

 

Dennoch ist es erstaunlich, dass Kardinal Woelki wohl davon ausgeht, es sei Aufgabe des Religionsunterrichts, "junge Menschen so zu binden, dass sie die Kirche für sich als eine glaubwürdige Alternative ansehen."

 

Wer ist hier eigentlich gescheitert: die Schule? - Da muss wohl ein Irrtum vorliegen.

 

 

 

Papst Franziskus provoziert uns alle

November 2016

 

In diesen Tagen hat Papst Franziskus den Bambi-Milleniumspreis erhalten. Auch wenn das Setting dieses medialen Formates schillernd ist, allein die Tatsache ist schon bemerkenswert. Die beeindruckende Laudatio auf den Papst hielt Bundespräsident a.D. Horst Köhler. Daraus stammen die folgenden Zitat:

 

"Papst Franziskus hält uns den Spiegel vor, was Christsein bedeuten kann. Was Menschsein bedeuten kann. Er wäscht muslimischen Asylbewerbern an Gründonnerstag die Füße. Er frühstückt an seinem Geburtstag mit Obdachlosen. Er bezeichnet Flüchtlinge als „Geschenk“. Der Papst zeigt uns seine Menschenliebe mit einer solchen Leichtigkeit und Fröhlichkeit und so völlig ohne Angst, dass es fast schon eine Provokation ist. (...)

Deshalb müssen wir diesem Papst dankbar sein: weil er jeden Tag Zeichen der Menschlichkeit setzt, um das Christentum aus der Umklammerung jener zu entreißen, die damit ihre schmutzigen politischen Geschäfte treiben; weil er den populistischen Scharlatanen zuruft: nein, dieses Abendland gehört euch nicht, und nein, dieses Christentum lässt sich nicht kapern für einen neuen Krieg der Religionen und nein, die christlichen Werte können nicht dadurch verteidigt werden, dass man sie mit den Füßen tritt.

Papst Franziskus provoziert uns alle, einen Weg zu einer gerechten Welt zu finden. Und ich habe keinen Zweifel: wenn wir das ohne Angst tun, mit franziskanischer Fröhlichkeit und ruhig auch einer Prise Zorn, dann werden wir das auch schaffen."

Der Text der Laudatio

Die Nachricht

 

Miteinander - Internationaler Kongress zur Flüchtlingshilfe

Herbst 2016

 

Vom 1. - 4. November 2016 findet im Goethe-Gymnasium der Internationale Kongress zur Flüchtlingshilfe statt. Im Mittelpunkt dieser Tagung stehen die Fragen:

  • Was brauchen die Geflüchteten, die Helferinnen und Helfer, die Gesellschaften?
  • Was wird bereits erfolgreich getan und was können wir gemeinsam weiter tun?

Zu diesem Kongress sind Lehrerinnen und Lehrer ebenso eingeladen wie Schülerinnen und Schüler. Auch Ehrenamtliche, die sich in der Flüchtlingsarbeit engagieren.

Der letzte der vier Tage (Freitag, der 4. November) dient der besonderen Schulung von Seelsorger/inn/en; hier sind auch Religionslehrer/inn/enangesprochen.

Weiter Informationen finden sich hier.
 

 

 

 

 

Kopernikanische Wende

Juni 2015

 

Der von Papst Franziskus vorgelegte Text Amoris Laetitia mag auf den ersten Blick enttäuschen, sind doch die brennenden Fragen nicht wirklich zufriedenstellend bearbeitet. Gleichwohl ist dieses Schreiben kirchenhistorisch gesehen durchaus einmalig, hat doch der Papst - entgegen der Praxis der letzten gut 150 Jahre - die ultramontane Engführung überwunden.

Rom muss nicht alles entscheiden; die Ortskirchen mit ihren jeweilgen gesellschaftlichen und kulturellen Prägungen können mit Fug und Recht ihre Angelegenheiten eigenverantwortlich regeln. Damit ist der zen