Religion lehren & lernen

Dr. Wolfgang Michalke-Leicht | Religionspädagoge

RelliS 3/2017 - Thema Musik

Oktober 2017

 

Von Martin Luther ist der Vers überliefert: "Wer sich die Musik erkiest, hat ein himmlisch Werk gewonnen; denn ihr erster Ursprung ist von dem Himmel selbst genommen, weil die lieben Engelein selber Musikanten sein."

In der Tat eignet der Musik eine himmlische Dimension. Nicht nur, dass sie Menschen und Völker unterschiedlichster Herkunft und Situation verbindet. Musik ist zugleich der Königsweg der religiösen Kommunikation. Keine Religion kommt ohne Musik aus. Und viele, sehr viele musikalische Werke haben religiösen Charakter bzw. thematisieren explizit oder implizit die Beziehungen der Menschen zur göttlichen Wirklichkeit. Es ist also mehr als naheliegend, dass RelliS sich der Musik annimmt und ihr bzw. ihrem Platz im Kontext des Religionsunterrichts ein eigenes Heft widmet (Bestellung beim Schöningh Verlag).

Der Einsatz oder die Thematisierung von Musik im konkreten Unterricht hat in aller Regel primär methodischen Charakter. Deswegen haben wir bei der Zusammenstellung der unterrichtspraktischen Beiträge unseres Themenheftes das vertraute Konzept von RelliS ausnahmsweise verändert. Die den einzelnen Jahrgangsstufen zugeordneten Lernsequenzen folgen nicht einem thematischen roten Faden. Vielmehr haben wir danach geschaut, welche thematischen Vorgaben der Bildungspläne für musikalische Zugänge geeignet sind.

Zugleich haben wir die Autorinnen und Autoren unseres Heftes gebeten, bei der Konzeption der Lernsequenzen darauf zu achten, dass auch musikalisch Nichtversierte mit dem Angebot etwas anfangen können; wenngleich eine gewisse musikalische Affinität durchaus hilfreich ist.

Die Autor/inn/en und Herausgeber hoffen, dass dieses Themenheft mit seinen unterschiedlichen Beiträgen auch die nicht (so sehr) musikalischen Kolleg/inn/en anspricht und in ihnen jene Wirklichkeit zum Klingen kommen lässt, die in den Worten Martin Luthers vom Himmel selbst kommt.

 

 

 

MITTENDRIN - überarbeitete Neuauflage

September 2017

 

Mit ein klein wenig Verspätung erscheint Mitte September endlich die überarbeitete Neuauflage von MITTENDRIN (5/6).

Auf der Grundlage des neuen Bildungsplans von 2016 in Baden-Württemberg wurde das an vielen Schulen eingeführte Unterrichtswerk den geänderten Anforderungen angepasst und aufgefrischt.

Ein Blick ins Buch lohnt sich. Hier geht's zum Verlag.

 

 

 

 

 

Irrtum

Dezember 2016

 

"Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki sieht die Kirche mit Blick auf die Glaubensweitergabe „in vielfacher Weise gescheitert“. Ihr sei es nicht gelungen, trotz Religionsunterrichts junge Menschen so zu binden, dass sie die Kirche für sich als eine glaubwürdige Alternative sehen, sagte der Erzbischof am Mittwoch dem Sender WDR 5." (So eine Nachricht von Radio Vatican.)

 

Zwar nennt der Kardinal auch andere Ursachen. "Woelki nannte unterschiedliche Gründe, warum Menschen in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten den Bezug zur Kirche verloren haben. Mitunter sei die Kirche nicht glaubwürdig gewesen, habe die Erwartungen von Menschen enttäuscht oder „vielleicht auch unbarmherzig reagiert“. So habe die Kirche mit Blick auf die Armutsproblematik bei Menschen an Relevanz verloren, sagte Woelki. Oder aber wiederverheiratete Geschiedene hätten sich zurückgewiesen gefühlt. Vertreter der Kirche seien auch arrogant aufgetreten, weshalb sich mancher nicht aufgenommen gefühlt habe und aus Verärgerung ausgetreten sei. Einer ganzen Reihe von Menschen sage der Glaube auch nichts mehr."

 

Dennoch ist es erstaunlich, dass Kardinal Woelki wohl davon ausgeht, es sei Aufgabe des Religionsunterrichts, "junge Menschen so zu binden, dass sie die Kirche für sich als eine glaubwürdige Alternative ansehen."

 

Wer ist hier eigentlich gescheitert: die Schule? - Da muss wohl ein Irrtum vorliegen.

 

 

 

Papst Franziskus provoziert uns alle

November 2016

 

In diesen Tagen hat Papst Franziskus den Bambi-Milleniumspreis erhalten. Auch wenn das Setting dieses medialen Formates schillernd ist, allein die Tatsache ist schon bemerkenswert. Die beeindruckende Laudatio auf den Papst hielt Bundespräsident a.D. Horst Köhler. Daraus stammen die folgenden Zitat:

 

"Papst Franziskus hält uns den Spiegel vor, was Christsein bedeuten kann. Was Menschsein bedeuten kann. Er wäscht muslimischen Asylbewerbern an Gründonnerstag die Füße. Er frühstückt an seinem Geburtstag mit Obdachlosen. Er bezeichnet Flüchtlinge als „Geschenk“. Der Papst zeigt uns seine Menschenliebe mit einer solchen Leichtigkeit und Fröhlichkeit und so völlig ohne Angst, dass es fast schon eine Provokation ist. (...)

Deshalb müssen wir diesem Papst dankbar sein: weil er jeden Tag Zeichen der Menschlichkeit setzt, um das Christentum aus der Umklammerung jener zu entreißen, die damit ihre schmutzigen politischen Geschäfte treiben; weil er den populistischen Scharlatanen zuruft: nein, dieses Abendland gehört euch nicht, und nein, dieses Christentum lässt sich nicht kapern für einen neuen Krieg der Religionen und nein, die christlichen Werte können nicht dadurch verteidigt werden, dass man sie mit den Füßen tritt.

Papst Franziskus provoziert uns alle, einen Weg zu einer gerechten Welt zu finden. Und ich habe keinen Zweifel: wenn wir das ohne Angst tun, mit franziskanischer Fröhlichkeit und ruhig auch einer Prise Zorn, dann werden wir das auch schaffen."

Der Text der Laudatio

Die Nachricht

 

Miteinander - Internationaler Kongress zur Flüchtlingshilfe

Herbst 2016

 

Vom 1. - 4. November 2016 findet im Goethe-Gymnasium der Internationale Kongress zur Flüchtlingshilfe statt. Im Mittelpunkt dieser Tagung stehen die Fragen:

  • Was brauchen die Geflüchteten, die Helferinnen und Helfer, die Gesellschaften?
  • Was wird bereits erfolgreich getan und was können wir gemeinsam weiter tun?

Zu diesem Kongress sind Lehrerinnen und Lehrer ebenso eingeladen wie Schülerinnen und Schüler. Auch Ehrenamtliche, die sich in der Flüchtlingsarbeit engagieren.

Der letzte der vier Tage (Freitag, der 4. November) dient der besonderen Schulung von Seelsorger/inn/en; hier sind auch Religionslehrer/inn/enangesprochen.

Weiter Informationen finden sich hier.
 

 

 

 

 

Kopernikanische Wende

Juni 2015

 

Der von Papst Franziskus vorgelegte Text Amoris Laetitia mag auf den ersten Blick enttäuschen, sind doch die brennenden Fragen nicht wirklich zufriedenstellend bearbeitet. Gleichwohl ist dieses Schreiben kirchenhistorisch gesehen durchaus einmalig, hat doch der Papst - entgegen der Praxis der letzten gut 150 Jahre - die ultramontane Engführung überwunden.

Rom muss nicht alles entscheiden; die Ortskirchen mit ihren jeweilgen gesellschaftlichen und kulturellen Prägungen können mit Fug und Recht ihre Angelegenheiten eigenverantwortlich regeln. Damit ist der zentralistischen römischen Angst vor Pluralität eine Grenze gesetzt - Gott sei Dank!

Nun dürfen wir gespannt sein, inwiefern die bundesdeutschen Bischöfe die neu gewonnene Freiheit tatsächlich nutzen; es wäre ein großer Schritt aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit der vergangenen Jahre.

Eine Fülle von Kommentaren und Bewertungen findet sich unter www.theologie-und-kirche.de.

 

 

Das Lernen stark machen

November 2015

 

Unter diesem Titel ist in diesen Tagen im Band 73/2015 der RpB ein Artikel (zusammen mit Prof. Sajak aus Münster) erschienen, in dem mit großer Klarheit und engagierter Entschiedenheit das Konzept der Kompetenzorientierung entfaltet wird.

 

Johann Amos Comenius (1592-1670) hat in seiner großen Unterrichtslehre (1657) die Kunst des Lehrens (ars docendi) von der Kunst des Lernens (ars discendi) unterschieden. Auf der Basis dieser Unterscheidung wird das Anliegen des kompetenzorientierten (Religions-)Unterrichts als mathetische Wende bezeichnet werden.

 

Das Lernen der Schülerinnen und Schüler wird fokussiert und stark gemacht, um der oft erlebten Schieflage eines lehrerzentrierten Unterrichts aufzuhelfen. Dabei geht es keinesfalls darum, das Lehren gegen das Lernen auszuspielen. Denn selbstverständlich bleibt die zentrale Rolle der Lehrenden im Lehr-Lern-Prozess bedeutsam; wobei sich deren Rolle durchaus verändert. Gestützt wird der geforderte Perspektivenwechsel seit einigen Jahren durch die Ergebnisse der Hirnforschung  sowie der Lern-  und Unterrichtsforschung, zuletzt insbesondere durch die epochale Metastudie von John Hattie "Lernen sichtbar machen".

 

 

 

 

Stille und Stadt – ein eher ungewöhnliches Wortpaar. Wird doch mit der Stadt eher Trubel, Lärm und Hektik verbunden. In Freiburg wird es vom 11. bis 18. Oktober 2015 erstmalig ein stadtweites Projekt mit dem Titel „Woche der Stille“ geben.

 

Stille ist dabei nicht nur als Gegenpol zu Hektik und Lärm zu verstehen. Stille gilt auch als Voraussetzung für Kreativität und Inspiration und wird in allen Religionen als ein spiritueller Übungsweg gepflegt.

 

Dabei werden von unterschiedlichen Personen und Gruppen ganz vielfältige Wege angeboten, sich dem Thema zu nähern. Das Projekt ist interkonfessionell, interreligiös und interaktiv ausgelegt. Interessierte können sich selbst mit ihren eigenen Ideen einbringen und diese auf der bereitgestellten Homepage kommunizieren.

www.stille-in-freiburg.de

 

 

Themenheft "Spiritualität" der Zeitschrift RelliS erschienen

22. Juni 2015

 

Die religionspädagogische Zeitschrift RelliS findet mehr und mehr Zustimmung unter den Kolleginnen und Kollegen. Besonders geschätzt wird die ideale Kombination von fachwissenschaftlichen und unterrichtspraktischen Beiträgen. Auch die zuletzt erschienen Hefte folgen diesem Konzept, das vor allem die alltägliche unterrichtliche Praxis im Blick hat.

 

Der neueste Band widmet sich dem ungewöhnlichen Thema Spiritualität und zeigt auf, inwiefern diese zunächst nicht unmittelbar in den Bildungs- bzw. Lehrplänen ausgewiesene Dimension den Unterricht bereichern kann.

 

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Wissenschaftlich-Religionspädagogische Lexikon (WiReLex)

2. Februar 2015

 

www.wirelex.de

Unter der Webadresse www.wirelex.de sind zum Start des neuen Lexikons bereits 100 Fachartikel offen zugänglich; jährlich werden je weitere 100 Artikel werden folgen. Auf der Seite der Deutschen Bibelgeselschaft heißt es weiter:

"Konzipiert und betreut wird das Lexikon durch zehn Herausgeber-Teams unterstützt durch die Deutsche Bibelgesellschaft (DBG) und das Comenius-Institut in Münster. Die Artikel verfassten mehr als 60 Autorinnen und Autoren. Hauptherausgeberinnen sind die Professorinnen für Religionspädagogik, Dr. Mirjam Zimmermann (Universität Siegen) und Dr. Heike Lindner (Universität Köln).

Das Lexikon wendet sich an alle, die mit religiöser Bildung und Erziehung zu tun haben: an Religionslehrerinnen und -lehrer, Gemeindepädagoginnen und -pädagogen, Pfarrerinnen und Pfarrer sowie deren Dozentinnen und Dozenten und an Theologiestudierende. Der Publizierung im Internet gingen zwei Jahre Vorbereitung voraus."

 

 

 

 

Katakombenpakt: „Für eine dienende und arme Kirche“

1. November 2014

 

"Am 16. November 1965 – drei Wochen vor dem Abschluss des II. Vatikanischen Konzils – trafen sich in den Domitilla-Katakomben außerhalb Roms 40 Bischöfe der ganzen Welt. Sie griffen ein Leitwort auf, das Johannes XXIII. einige Jahre vorher ausgegeben hatte."

So beginnt der gleichnamige Artikel auf der Seite Pro-Konzil, dem Portal des Instituts für Theologieund Politik (Münster), das es sich zur Aufgabe gemacht hat, über die Befreiungstheologie zu informieren und dadurch zugleich auch die Theologie in Europa zu prägen. Weiter heißt es dort:

"Johannes hatte das Leitwort von einer “Kirche der Armen” in seiner Rundfunkansprache vier Wochen vor der Eröffnung des II. Vatikanischen Konzils am 11. Sept. 1962 ausgegeben. Er meinte damit keine Sonderkirche, die im Gegensatz zu einer anderen Kirche oder zu einer anderen Gruppierung in der Kirche steht – etwa die Armen gegen die Reichen oder die Laien gegen die Priester. Sondern er wollte darauf aufmerksam machen, dass die Armen die Kirche überhaupt repräsentierten. Sie sind die Mehrheit des Volkes Gottes in der heutigen Welt. Mehrfach hat er auch Kardinal Lercaro aufgefordert, zu diesem Thema im Konzil zu sprechen.

Die 40 Bischöfe des 16. November griffen dieses Motto auf. Aber sie leisteten dazu noch etwas Eigenes: sie legten ein Gelübde ab. Sie versprachen, dass sie nach ihrer Rückkehr vom Konzil, das am 8. Dezember 1965 zu Ende ging, etwas Grundsätzliches in ihrem Leben und bei ihrer kirchlichen Tätigkeit ändern wollten. Sie versprachen, ein einfaches Leben zu führen und den Machtinsignien zu entsagen, sowie einen Pakt mit den Armen zu schließen – die sog. Option für die Armen. Sie bedeutet, die Welt mit den Augen der arm gehaltenen bzw. arm gemachten Bevölkerung zu sehen und dementsprechend handeln zu wollen. Die Bischöfe machten sich zu ihrem Sprachrohr. Eine wichtige Person unter ihnen war Dom Helder Camara, damals gerade Erzbischof von Recife/Brasilien geworden."

Das Pontifikat von Franzskus scheint wie eine vatikanische Wiederaufnahme dieses Gelübdes.

Bildquelle Wikimedia Commons CC-BY-SA 3.0

 

 

Ultreia ... !

8. August 2014

 

Kaum eine Zeit steht derart unter dem Vorzeichen des Aufbruchs wie die der Sommerpause. Menschen verlassen den Alltag und machen sich auf den Weg, auf der Suche nach Erholung, Ruhe und Entspannung.

Zugleich suchen sie Anregungen und Herausforderungen. Dabei geht es nicht nur um Unterhaltung, sondern auch um Wachstum und Reifung. Im Unterwegssein verändere ich mich, im Wandeln werde ich gewandelt.

Dementsprechend beschreibt die christliche Anthropologie den Menschen als homo viator. Von den zahllosen Pilgerwegen der Religionen sind jene nach Santiago de Compostella von besonderer Bedeutung.

Ultreia, Ultreia, et Suseia, Deus, adjuva nos! So lautet der Pilgerruf. Gott geht alle Wege mit.

 

 

Gerechtigkeit

30. Mai 2014

 

Gerechtigkeit ist ein Name Gottes. Neben der Verteilungsgerechtigkeit geht es in biblischer Perspektive vor allem auch um Beziehungsgerechtigkeit. Das reformatorische Bekenntnis, dass wir Menschen allein aus Gnade gerechtfertigt sind, meint genau dies: Gott allein richtet uns auf; Gott allein richtet uns aus auf sich selbst, die Menschen um uns und unsere Mitwelt. Insofern ist Gerechtigkeit zuerst ein existenzieller und dann freilich auch ein ethischer Maßstab. Die neue Ausgabe von RelliS kreist um dieses Thema und bietet wieder einmal eine Fülle an Anregungen.

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Virtuelle Stolpersteine

7. April 2014

 

In diesen Tagen ging eine bemerkenswerte Nachricht durch die Medien. Zwei Schüler des St. Ursula Gymnasiums Villingen haben in Anschluss an das Konzept der Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnich eine Onlineplattform eingerichtet.

Mit diesem Engagement reagieren sie auf einen wiederholten Beschluss des Gemeindesrates von Villingen-Schwenningen, der die Verlegung solcher Steine abgelehnt hat.

An ausgewiesenen Orten der Stadt finden sich nun QR-Codes auf kleinen Stickern. Wer diese einliest, landet auf der Seite der Schüler.

 

 

Freiheit

07. März 2014

 

Korrespondierend zum Autonomie-Paradigma der modernen Gesellschaft gilt die individuelle Freiheit als oberster Wert schlechthin. In der Tat gehören die Sehnsucht nach Freiheit und die Freiheitserfahrung zum Wesen der menschlichen Existenz. "Die Gedanken sind frei", trotz aller Unkenrufe neurowissenschaftlicher Forschungen.

Gleichwohl wird ein aufmerksamer Blick auf das herrschende Freiheitspathos schnell erkennen lassen, wie eng bisweilen die Grenzen sind, in denen Freiheit sich bewegen und bewähren muss.

Die christliche Anthroplogie hat stets darauf hingewiesen, dass die Menschen als Geschöpfe Gottes in Abhängigkeit zu ihrem Schöpfer stehen. Autonomie und Heteronomie bestimmen die menschliche Existenz.

Der aktuelle RelliS-Band thematisiert diese Spannung und bietet wie immer anregende Lernsequenzen, um die Frage nach der Freiheit des Menschen im Unterricht zu thematisieren. Ein überaus spannendes und lohnendes Thema.

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Trinität

18. Dezember 2013

 

Christinnen und Christen bekennen die Wirklichkeit Gottes im theologischen Motiv der Trinität:

  • von Gottes Schöpferkraft her sind wir,
  • aus Gottes Zuwendung leben wir,
  • in Gottes Geistkraft wirken wir.

Kaum ein Theologumenon ist derart gefährdet wie das der Trinität, wenn es nicht von Generation zu Generation neu buchstabiert wird. Schülerinnen und Schüler sind immer dann theologisch ansprechbar, wo es um die existenzielle Dimension ihres eigenen Lebens geht.

Das neue Heft von RelliS zum Thema Trinität geht genau diesen Weg. Es lädt ein, zusammen mit den jungen Menschen auszuloten, in welcher Sprache der Gehalt der trinitarischen Rede von Gott gegenwärtig geborgen werden kann.

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Anders als du glaubst

26. November 2013

 

Die Berliner Compagnie präsentiert ein "Theaterstück über Juden, Christen, Muslime und den Riss durch die Welt". Eine Aufführung im Ursula-Gymnasium in Freiburg im Rahmen der südbadischen Sozialtage war überaus beeindrucked. Im Begleittext zum Theaterstück heißt es:

 

"Ob unter dem Deckmantel der Religion machtpolitische oder wirtschaftliche Interessen ausgetragen werden, ob fanatische Gläubige aufeinander losgehen: Religion hält her für Terroranschläge, Eroberungen, Mord und Totschlag.

Das ist die eine Seite. Anderserseits: Selbst wenn der Religion nur zugestanden wird, Seufzer der Kreatur zu sein, so ist sie doch auch Protest gegen Ungerechtigkeit, gegen die Aufspaltung der Welt in arm und reich."

 

Die Inszenierung ist getragen von der Idee, dass die biblischen Religionen im Bewußtsein ihrer gemeinsamen abrahamitischen Wuzeln ein enormes gesellschaftskritisches Potenzial entwickeln können, das geeignet ist, die tiefen Gräben zwischen arm und reich zu überwinden. Der Glaube an den einen Gott ist bei aller Unterschiedlichkeit der Wege und Kulturen die gemeinsame Basis zur Veränderung der geselschaftlichen Verhältnisse, die auf Ausbeutung und Marginalisierung basieren.

 

Ein prophetische Stück, das reichlich Stoff zur Diskussion bietet. Sehr empfehlenswert!

 

 

Sexualität

5. Oktober 2013

 

"Sex ist komplex" - insbesondere in katholischen Kontexten. Wer immer sich hier moraltheologisch oder sexualpädagogisch zu Wort meldet, findet sich ausgeliefert zwischen Skylla und Charybdis. Auf der einen Seite sind da zumeist unberufene Wächter des kirchlichen Lehramtes, die mit Argusaugen die Publikationen durchforsten und jedwede (vermeintliche) Abweichung von der reinen Lehre inkriminieren und denunzieren.

Auf der anderen Seite ist da die säkulare Gesellschaft mit ihren liberalen bis libertären Vertretern, für die theologische oder kirchliche Positionen per se verdächtig, wenn nicht gar unmöglich sind, angesichts einer kirchlichen Skandalgeschichte ohnegleichen. Hier kann man nur verlieren, so scheint es.

Claudia Gärtner und Winfried Verburg haben sich der Herausforderung gestellt. Herausgekommen ist ein neuer Band von RelliS, der vor allem mit seinen Tipps für die Unterrichtspraxis überzeugt.

 

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Üben im Religionsunterricht

7. August 2013

 

Die besondere Bedeutung des Übens für das schulische Lernen ist seit einiger Zeit - nicht nur wegen der neurowissenschaftlichen Erkenntnisse der Lernforschung - in den Wahrnehmungsbereich der Religionspädagogik zurückgekehrt. Erfolgreiches Lernen braucht intelligentes Üben. Diese Entwicklung bildet sich allerdings nicht in den zur Verfügung stehenden Publikationen ab. Zwar gibt es in der allgemeinen Pädagogik und Didaktik auch nicht gerade zahlreiche Veröffentlichungen. Das Angebot an spezifischen religionsdidaktischen Printmedien ist jedoch überaus spärlich.

Um so erfreulicher, dass der neueste Band von RelliS sich dem Thema widmet.

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Information  <  >  Wissen

13. Juli 2013

 

Leon Wieseltier, Feuilletonredakteur des amerikanischen Magazins The New Republic, hielt bei der Abschlusszeremonie der Brandeis University eine Rede an die Absolventen. Darin verteidigte er die Geisteswissenschaften gegen das Effizienzdenken der technologischen Mentalität.

 

"Das digitale Universum reduziert Wissen zur Information. Wer erinnert sich noch daran, dass sich Wissen zur Information verhält wie Kunst zu Kitsch, dass eine Information die wertloseste, weil äußerlichste Art von Wissen ist? Ein großer jüdischer Denker des frühen Mittelalters fragte sich, warum Gott uns nicht einfach die Wahrheit sagte, wenn er wollte, dass wir die Wahrheit wissen. Seine weise Antwort war: Wenn man uns bloß sagen würde, was wir wissen müssen, wüssten wir es streng genommen nicht. Wissen kann man sich nur mit der Zeit und mit Methode aneignen. Und die Geräte, die wir wie Süchtige in unseren Händen tragen, verformen unseren Geist: Sie bringen eine unvorstellbare Menge von Zahlen hervor und verwandeln uns in eine Kultur der Daten, in einen Datenkult, in dem jede menschliche Regung und Handlung messbar wird, in der Glück ein Thema für Ökonomen ist, in der die Qualen des menschlichen Herzens in mathematische Formeln übersetzt werden, während uns nur Illusionen von Klarheit und Kontrolle bleiben."
 

zitiert nach SZ vom 29.06.2013

 

 

Ein Schulfach an der Grenze

3. Juni 2013

 

In der katholischen Monatszeitschrift Herderkorrespondenz ist im Juniheft 2013 ein Beitrag von mir erschienen, der die Situation der Schülerinnen und Schüler, die am Religionsunterricht teilnehmen, thematisiert. Die Lebenswelt dieser Kinder und Jugendlichen muss der Ausgangspunkt für das religionspädagogische Handeln sein. Die zentrale These dieses Artikels lautet:

"Die von den Jugendlichen durchaus gesuchte existenzielle Auseinandersetzung kann einzig und allein im offenen argumentierenden Gespräch und im Modus der Suchbewegung geschehen. Für sie ist Dialog in selbstverständlicher Weise Kommunikation auf Augenhöhe. Schülerinnen und Schüler wollen als Fragende ernst genommen und nicht mit vorgefertigten Antworten, die nicht zur Disposition stehen, abgespeist werden."

HK 67 (6/2013) 298

 

Den Artikel können Sie hier online erwerben >>>

 

 

 

Mittendrin 7/8 (Nord- & Ostdeutschland)

19. April 2013

 

Seit sechs Jahren ist das Unterrichtswerk MITTENDRIN Lernlandschaften Religion auf dem Markt, zunächst nur für Baden-Württemberg. Als erstes kompetenzorientiertes Schulbuch findet es inzwischen bundesweit und darüber hinaus große Beachtung.

 

Inzwischen gibt es MITTENDRIN auch in einer nord- und ostdeutschen Ausgabe. Neben dem Schülerband MITTENDRIN 5/6, der zusammen mit dem Lehrerband bereits vor einigen Wochen erschienen ist, kann nun auch der Schülerband MITTENDRIN 7/8 vom Verlag oder über den Buchhandel erworben werden.

 

Damit haben Lehrerinnen und Lehrer an Gymnasien, Gesamtschulen oder der Sekundarstufe 1 in den Bundesländern Berlin, Bremen, Hamburg, Sachsen, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hessen und Thüringen erweiterte Möglichkeiten mit dem Unterrichtswerk zu arbeiten. Der Lehrerkommentar folgt in Kürze.

 

 

 

 

Interreligiöses Lernen

13. März 2013

 

Ein klein wenig später als vorgesehen ist heute - am Tag der Wahl von Papst Franziskus I. - die neue Ausgabe von RelliS zum Thema "Interreligiöses Lernen" erschienen.

In einem persönlichen Resümee beschreibt der jüdische Schüler Daniel Golikov, der am katholischen Religionsunterricht der Kursstufe teilnimmt, seine nachhaltigen Eindrücke von der ersten christlich-jüdischen Schülerakademie, die im Sommer vergangenen Jahres in Werbellinsee stattfand (vgl. www.dieschuelerakademie.de). Interreligiöses Lernen - das macht er deutlich - ist keine Selbstverständlichkeit, auch wenn im Religionsunterricht die großen Religionen Judentum, Islam, Hinduismus und Buddhismus selbstverständlich thematisiert werden:

 

"Diese zwei Wochen des interreligiösen Lernens waren für mich in vielen Hinsichten unvergesslich und sehr wertvoll. Ich war gespannt auf das, was mich erwarten würde, vor allem aber interessierte mich der interkonfessionelle Dialog. In den Workshops erarbeiteten wir unterschiedliche religiöse Kernthemen wie z. B. die G'ttesdienste der drei Konfessionen, deren Feste und Riten. Die Gespräche waren sehr intensiv und tiefgründig, es war toll, sich über Erfahrungen und Wissen, über andere Denkweisen und Kulturen austauschen zu können. Ich merkte in diesen Workshops, dass trotz Schulbildung, vielen, mich inbegriffen, einige wichtige Elemente der anderen Religion gänzlich unbekannt waren und wie wichtig  deshalb der Austausch ist."

Daniel Golikov, Freiburg
 

 

 

Mittendrin-Portfolio

5. Februar 2013

 

Elementarer Bestandteil eines kompetenzorientierten Religionsunterrichts ist die Entwicklung und Förderung einer Lernkultur, in der das eigenverantwortliche Arbeiten der Schülerinnen und Schüler selbstverständlich ist. Dazu gehört auch das Einüben eines regelmäßigen Wiederholens. Zur Unterstützung dieses didaktischen Anliegens gibt es nun das Mittendrin-Portfolio.

Dieses Portfolio ist als Arbeitsbuch für die Hand der Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9&10 gedacht. Es soll ihnen als persönlicher Lernbegleiter dienen. Wie eine Art Tagebuch können darin eigene Einsichten und Erkenntnisse notiert und festgehalten werden.

Zugleich beantwortet das Mittendrin-Portfolio die Fragen, worum es in Reli geht und was in diesem Fach gelernt werden kann. Aus dieses Weise bietet es in schülergerechter Sprache einen kompakten Überblick darüber, welche Kompetenzen Schülerinnen und Schüler bis zum der Sekundarstufe 1 erworben haben können.

Weitere Information zum Mittendrin-Portfolio >>>

Hinweise zur Arbeit mit dem Mittendrin-Portfolio finden Sie hier >>>

 

 

 

Die Debatte geht weiter

12. Januar 2013

 

Vor kurzem ist im Ferdinand Schöningh Verlag Paderbron ein Sammelband erschienen, der den aktuellen Stand der lebendige Debatte um die Kompetenzorientierung im Religionsunterricht anschaulich dokumentiert. Der von Prof. Dr. Clauß Peter Sajak (Münster) herausgegebene Band "Religionsunterricht kompetenzorientiert. Beiträge aus der fachdidaktischen Forschung" fasst im wesentlichen die Beiträge einer Tagung zum Thema zusammen, die im Frühjahr 2012 in Bad Honnef stattgefunden hat.

Ohne dass es ein abschließendes Ergebnis gegeben hätte lässt sich sagen, das das Konzept der Kompetenzorientierung im didaktischen Diskurs ebenso anerkannt ist wie in der konkreten Unterrichtspraxis. Die von Dr. Hans Schmid (Bamberg) vertretene massive Kritik daran stellt nach Lage der Dinge eine Minderheitenposition dar. Gleichwohl befördern seine energischen Anfragen den Diskurs und tragen so dazu bei, das Konzept weiterzuentwickeln. Wer sich einen profunden Überblick über den aktuellen Stand der Dinge verschaffen will, wird an diesem Sammelband nicht vorbeigehen dürfen.

 

 

 

 

Mittendrin 5/6 - Ausgabe Nord- und Ostdeutschland

20. Dezember 2012

 

Nach langem Warten ist jetzt endlich die bischöfliche Zulassung von Mittendrin 5/6 erfolgt. Ab sofort kann das Unterrichtswerk in den folgenden Bundesländern eingesetzt werden:

  • Nordrhein-Westfalen und Thüringen (Gymnasium),
  • Bremen, Hessen und Niedersachsen (Gymnasien und Gesamtschulen), sowie
  • Berlin, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein (Sekundarstufe I).

Auch der Lehrerkommentar liegt vor und wird vom Verlag ausgeliefert. Die bereits eingeführte Folienmappe ist auch auf diese Ausgabe von Mittendrin ausgerichtet.

Weitere Informationen zum Unterrichtswerk finden Sie hier >>> .

 

 

Religion unterrichten - ein neues Arbeitsbuch

10. November 2012

 

Willi wachsam will Lehrer werden. Was ist zu tun? Wir folgen seinen Spuren und lassen uns – wie auch er – ein auf die verschiedenen Bereiche professioneller Kompetenzen, wie sie von Frauen und Männern erwartet werden, die Religion unterrichten wollen.

 

Das vorliegende Arbeitsbuch ist ein hervorragender Leitfaden nicht nur für Referendarinnen und Referendare (Ref), sondern besonders auch für „alte Hasen“, die sich ihrer Professionalität als Religionslehrerinnen und Religionslehrer (RL) vergewissern oder aber daran arbeiten wollen.

 

Weiterlesen >>>

 

 

 

 

Hildegard von Bingen

7. Oktober 2012

 

Heute wird Hildegard von Bingen (1098-1178) offiziell zur vierten Kirchenlehrerin erhoben, neben Teresa von Ávila, Katharina von Siena und Thérèse von Lisieux.

Menschen wie sie haben es trotz hartnäckiger Widerstände immer wieder geschafft, einer verknöcherten Kirche Wege in die Zukunft zu weisen. Dabei spielt nicht selten die mystische Dimension ihrer Existenz eine große Rolle. Die Unmittelbarkeit des Menschen zu Gott ist die Kraftquelle, aus der heraus Bewegung und Veränderung enstehen.

 

Abtei St. Hildegard Bingen >>>

Interview im Deutschlandfunk mit Hans Küng >>>

 

 

 

 

 

 

RelliS 3/2012 - Vaticanum II

29. August 2012

 

Papst Johannes XXIII. hat in seiner Eröffnungsansprache zum Zweiten Vatikanischen Konzil am 11. Oktober 1962 deutliche Worte formuliert:

„In der täglichen Ausübung Unseres apostolischen Hirtenamtes geschieht es oft, daß bisweilen Stimmen solcher Personen unser Ohr betrüben, die zwar von religiösem Eifer brennen, aber nicht genügend Sinn für die rechte Beurteilung der Dinge noch ein kluges Urteil walten lassen. Sie meinen nämlich, in den heutigen Verhältnissen der menschlichen Gesellschaft nur Untergang und Unheil zu erkennen. Sie reden unablässig davon, daß unsere Zeit im Vergleich zur Vergangenheit dauernd zum Schlechteren abgeglitten sei. Sie benehmen sich so, als hätten sie nichts aus der Geschichte gelernt, die eine Lehrmeisterin des Lebens ist, und als sei in den Zeiten früherer Konzilien, was die christliche Lehre, die Sitten und die Freiheit der Kirche betrifft, alles sauber und recht, zugegangen.

Wir aber sind völlig anderer Meinung als diese Unglückspropheten, die immer das Unheil voraussagen, als ob die Welt vor dem Untergange stünde. In der gegenwärtigen Entwicklung der menschlichen Ereignisse, durch welche die Menschheit in eine neue Ordnung einzutreten scheint, muß man viel eher einen verborgenen Plan der göttlichen Vorsehung anerkennen. Dieser verfolgt mit dem Ablauf der Zeiten, durch die Werke der Menschen und meist über ihre Erwartungen hinaus sein eigenes Ziel, und alles, auch die entgegengesetzten menschlichen Interessen, lenkt er weise zum Heil der Kirche.“

Gaudet Mater Ecclesia, Herderkorrespondenz 17 (1962/63), 85-88

 

 

Foliensammlung "Vernünftig glauben"

26. Juli 2012

 

Nach Auskunft der Schöningh-Verlags wird in diesen Tagen die Foliensammlung zum Unterrichtswerk Vernünftig glauben erscheinen. Damit wird das innovative Unterrichtswerk für die Sekundarstufe II um einen weiteren Baustein erweitert.

Die 36 Folien der Sammlung enthalten die zentralen Bilder der zehn Kapitel des Schülerbandes sowie eine Auswahl ergänzender Kunstwerke. Im handlichen Format DIN A5 eignen sie sich in besonderer Weise zur didaktischen Erschließung des Bildprogramms (weitere Informationen beim Verlag).

Die neue Foliensammlung ist eine echte Bereicherung und macht Vernünftig (zu) glauben nun noch schöner.

 

 

 

Triumph des Vulgärrationalismus

30. Juni 2012

 

Anlässlich des Verbots der Beschneidung durch das Kölner Landgericht am 26. Juni 2012 (PDF) veröffentlicht Navid Kermani am 30. Juni in der Süddeutschen Zeitung (Seite 13) unter diesem Titel einen Beitrag, in dem er sich mit der von ihm als Vulgärrationalismus bezeichneten Gedankwelt auseinandersetzt, die seines Erachtens den Kontext des Gerichtsurteils ausmacht.

 

"Die religiöse Unmusikalität, die in der Regel mit einer Unkenntnis der je eigenen Tradition einhergeht, wirft auch für den Zusammenhalt der Gesellschaft gravierende Probleme auf, solange Gott noch nicht allen Bürgern oder Bevölkerungsteilen gleichgültig ist. Denn was gerne Indifferenz genannt wird, ist es ja gerade nicht, sondern häufig höchst fundamentalistisch gegenüber denen, die die Welt nicht so indifferent sehen. Das Urteil des Kölner Landgerichts, das die Beschneidung von jüdischen und muslimischen Kindern verbietet, weil sie diese ausschließlich für Körperverletzung hält, ist hierfür das jüngste Beispiel. (...) Aufklärung ist etwas anderes. Aufklärung, wie sie gerade auch die deutsche Philosophie gelehrt hat, würde heißen, die eigene Weltanschauung zu relativieren und also im eigenen Handeln und Reden immer in Rechnung zu stellen, dass andere die Welt ganz anders sehen. (...) Der Vulgärrationalismus hingegen, der sich im Urteil des Kölner Landgerichts ausdrückt, setzt den eigenen, also heutigen Verstand absolut."

 

Bedeutung der Beschneidung  Zentralrat der Juden  und  planet-wissen

Hintergrundinformationen auf  rpi-virtuell

Dossier des Münsteraner Forums für Theologie und Kirche

 

 

RelliS 2/2012 - Religionskritik

04. Juni 2012

 

 

Ende Mai ist der aktuelle Band 2/2012 von RelliS erschienen. Diesmal steht das stets brisante Thema Religionskritik im Mittelpunkt. Insbesondere die sogenannten Neo-Atheisten erfahren eine große Resonnanz in der Öffentlichkeit, dabei kommen sie nicht selten mit schlichten Argumenten daher. Die Kulturbeauftragte der EKD Petra Bahr hat unlängst in einem Gastkommentar in der Süddeutschen Zeitung darauf hingewiesen, dass die gegenwärtigen atheistischen Positionen sich oftmals auf einem erschreickend niedirgen Niveau bewegen. Auch der Atheismus sollte die Aufklärung ernst nehmen.

 

Dem gegenüber sind Schülerinnen und Schüler im Religionsunterricht sehr interessiert an einer ernsthaften Auseinandersetzung. In vier kompakten Grundsatzbeiträgen werden die wesentlichen Aspekte für den kontroversen Diskurs bereitgestellt. Das neue Heft von RelliS bietet zudem vielfältige Lernsequenzen für die unterschiedlichen Jahrgangsstufen an. So wird zum Beispiel das "Kinderbuch" Susi Neunmalklug von Michael Schmidt-Salomon ausführlich bearbeitet; ebenso die Religionskritik in der Gegenwartsliteratur u.v.a.m.

 

Weitere Informationen zur Zeitschrift sowie das Inhaltsverzeichnis zum Download.

 

 

Synopse zu Vernünftig glauben

20. April 2012

 

Das Unterrichtswerk Vernünftg glauben wird auch in Baden-Württemberg zunehmend stark nachgefragt. Um die alltäglich Arbeit mit diesem Lernbuch in der unterrichtlichen Praxis zu vereinfachen, wurde eine Synopse erstellt, die das Unterrichtswerk mit den beiden derzeit gültigen Bildungsplänen von 2001 und 2004 vergleicht.

 

Dabei wird deutlich: Vernünftig glauben kann auch in Baden-Würrtemberg sehr gut eingesetzt werden. Dies liegt vor allem an der modularen Grundstruktur. Die 41 Module des Lernbuches lassen sich zu nahezu allen Bildungsplanthemen passgenau zusammenstellen.

 

Weitere Informationen zum Unterrichtswerk und zum Download der Synpose finden sich hier oder direkt beim Schoeningh Verlag.

 

 

Fundamentalkritik

31. März 2012

 

44 Jahre nach seiner Fundamentalkatechitik hat Hubertus Halbfas jetzt eine Fundamentalkritik vorgelegt. Darin beschreibt er zunächst die von ihm mit dem Stichwort "Glaubensverlust" gekennzeichnete Situation des Christentums in Deutschland. Daran anschließend formuliert Halbfas eine herbe Kritik an der deutschsprachigen Religionspädagogik im Allgemeinen und am Konzept der Kompetenzorientierung im Besonderen.

Eine ausführliche Rezension findet sich hier.

 

 

RelliS 1/2012 - Auferstehung

22. Februar 2012

 

Auf den Tag genau ist am Aschermittwoch die neue Ausgabe der religionspädagogischen Zeitschrift RelliS zum Thema "Auferstehung" erschienen. Eine glückliche Fügung, so könnte man sagen. Zu Beginn der österlichen Bußzeit bietet dieses Heft zahlreiche Anregungen zur Gestaltung des Religionsunterrichts auf Ostern hin.

Im ersten Teil des Bandes entfalten vier profunde Beiträge die theologischen Grundlinien des Themas. Im umfangreichen zweiten Teil finden Lehrerinnen und Lehrer vielfältige Lernsequenzen für alle Jahrgangstufen der Sek I und Sek II. Ganz besonders attraktiv ist diesmal die beigefügte CD, die auf knapp 90 Seiten (sic!) eine Fülle von Materialien für die unterrichtliche Praxis bereithält; quasi ein vorösterliches "Überraschungsei".

 

Das Inhaltsverzeichnis zum Download

Besprechung von Reiner Jungnitsch als PDF

 

 

Mittendrin 5/6 erscheint im Frühsommer

02. Februar 2012

 

Das in Baden-Württemberg bewährte Schulbuchwerk MITTENDRIN wurde auf der Basis der kompetenzorientierten Kernlehrpläne aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen für weitere Bundesländer überarbeitet.

 

Leider verzögert sich das Genehmigungsverfahren, so dass das Schülerbuch wie auch der Lehrerkommentar erst im Juni 2012 erscheinen können.

 

 

 

 

 

Vernünftig glauben - Lehrerband erschienen

20. Dezember 2012

 

Nun ist zum kompentenzorientierten Unterrichtswerk für die Oberstufe Vernünftig glauben auch der Lehrerband erschienen. Dieser beitet einen didaktischen Leitfaden durch das Arbeitsbuch und erleichtert mit seinen vielfältigen Tipps und Hinweisen die unterrichtliche Praxis.

 

Hier ist das Inhaltsverzeichnis zum Download.

 

 

 

 

 

RelliS 2/2011 erschienen

02. Dezember 2011

 

Wenige Wochen nach Erscheinen des ersten Heftes ist bereits der zweite Band von RelliS erschienen. Im Mittelpunkt diesmal - passend zum Fest der Geburt Christi - das Thema Menschwerdung.

 

Hier das Inhaltsverzeichnis zum Download.

 

 

 

 

 

 

 

Neuerscheinung

15. November 2011

 

Anfang November 2011 ist erstmalig die neue Religionspädagogische Zeitschrift für den katholischen Religionsunterricht RelliS erschienen.

 

Das Kürzel RelliS bezeichnet das programmatische Anliegen dieser Zeitschrift: Religion lehren und lernen in der Schule. Damit kommen beide Dimensionen im Lehr-Lern-Prozess zum Tragen.

 

RelliS erscheint im Schöningh-Verlag Paderborn und kann ab sofort als Quartalsschrift abonniert werden. Weitere Informationen zur Zeitschrift finden Sie hier: RelliS